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Short Artist Statement (EN)

Christine Gallmetzer’s paintings investigate the construction of space as both a perceptual and conceptual condition. Informed by her background in philosophy, her work translates theoretical reflection into painterly form, where layered surfaces and atmospheric depth create images that oscillate between reality and abstraction.

Through a process of accumulation and erasure, her paintings develop a sense of spatial ambiguity that invites the viewer into open, indeterminate environments. Figures, structures and symbolic elements emerge as part of a visual language that engages with perception, imagination and archetypal forms.

Her works function as thresholds rather than representations—spaces in which seeing becomes an active process and meaning remains fluid.

Über die Arbeit (DE)

Die Arbeit von Christine Gallmetzer untersucht die Konstruktion von Raum als Wahrnehmungs- und Denkraum. In ihren Gemälden erforscht sie, wie Atmosphäre, Volumen und räumliche Ambiguität eine gesteigerte Präsenz erzeugen können – Bilder, die zwischen physischer Realität und imaginierten Welten oszillieren.

Ihr Zugang zur Malerei ist wesentlich durch ihren Hintergrund in Philosophie und theoretischer Reflexion geprägt. Recherche, Denken und konzeptuelle Arbeit bilden die Grundlage ihrer Praxis, während die Malerei als Medium fungiert, in dem sich diese Überlegungen in visuelle Form übersetzen. Die Leinwand wird so zu einem Ort, an dem sich intellektuelle Strukturen und sinnliche Erfahrung begegnen.

Gallmetzer arbeitet vorwiegend mit Öl und entwickelt ihre Bildoberflächen in Schichtungen und Lasuren. Durch Überarbeitung und teilweises Abtragen der Farbschichten entstehen Bildräume, die sich schrittweise entfalten und eine dichte, physisch erfahrbare Atmosphäre entwickeln.

Ausgehend von einem klassischen Verständnis der Malerei ist ihre Praxis zugleich interdisziplinär. Häufig entstehen inszenierte Situationen und symbolische Konstellationen, die über das Bild hinausweisen. Wiederkehrende Motive – Figuren, räumliche Fragmente sowie geometrische und atmosphärische Strukturen – verhandeln Fragen von Wahrnehmung, Imagination und archetypischen Bildformen.

Gallmetzer versteht Malerei als Schwelle: als einen Raum, den der Betrachter betreten, durchqueren und hinterfragen kann. Ihre Arbeiten zeigen keine festen Wirklichkeiten, sondern eröffnen Möglichkeitsräume, in denen Sichtbares und Unsichtbares ineinandergreifen. In diesem Sinne zielen ihre Bilder auf einen Moment der Suspension – ein Innehalten, das ein Bewusstsein für die eigene Verortung in einem größeren Zusammenhang erzeugt.